Mobiler Spenden Service ZooDon vorgestellt

v.l. Bruno Hensel (Vorsitzender der Gemeinschaft der Zooförderer, Zoo-Verein Wuppertal e.V), Dr. Jens-Ove Heckel (Vorsitzender ZGAP), Dr. Sven Hammer (2. Vorsitzender ZGAP), Dr. Til Backhaus (Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Prof. Dr. Jörg Junhold (Präsident VdZ), Gert Emmrich (Präsident der Deutschen Tierpark Gesellschaft), Prof. Dr. Matthias Wißotzki (ZooDon Projects GmbH, HS Wismar)
QR-Code Installation an der Beo Voliere im Vogelpark Marlow (der QR Code kann auch von diesem Foto aus getestet werden - einfach scannen)

Heutzutage muss Vieles schnell umsetzbar sein – somit bekommt auch das Thema „Spenden“ im Kontext der Digitalisierung eine neue Bedeutung. Insbesondere die zoologischen Einrichtungen, Vereine und Stiftungen sind zur Aufrechterhaltung ihrer gemeinnützigen Arbeit zu Gunsten des Arten- und Umweltschutzes auf Spenden angewiesen. Die dafür notwendigen Spenden und Patenschaften basieren auf der emotionalen Verbundenheit zu den Lebewesen bzw. ihren Habitaten. Diese Verbundenheit hat ihren Ursprung vor Gehegen, Aquarien, Plakaten und Schaukästen, wo die Gäste mit den Tieren bzw. Menschen emotional in Berührung kommen. Jedoch existierte bislang noch keine Lösung, um an diesen Orten einfach und sicher zu spenden, dass soll sich nun ändern.

"Innovationen entstehen an den Orten, an denen sie gebraucht werden." sagt Prof. Wißotzki. Aber eine Idee allein entwickelt noch keine passende technische Lösung. Somit mussten verschiedenste Rahmenbedingungen geprüft und geschaffen werden, bevor es in die Umsetzung ging. Fragestellungen wie: Besteht überhaupt ein repräsentativer Bedarf? Ist die notwendige Infrastruktur vorhanden? Wie hält man den Aufwand für Nutzer und Einrichtung maximal gering? Wie verhält es sich mit Datenschutz und Sicherheit? Diese und weitere Fragen wurden in den darauffolgenden Monaten bearbeitetet.

So unterstütze Prof. Wißotzki bereits im Vorfeld, unabhängig von der Ideenumsetzung, eine durch Herrn Schreiber (Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V) und dem Landeszooverband M-V organisierte Initiative, welche mittelfristig alle tiergärtnerischen Einrichtungen im Land mit einem flächendeckenden Internetempfang (WLan und/oder Mobilfunk) ausstatten soll. Die notwendige Förderung dieser Infrastruktur wurde dem Landeszooverband am 23.05.2019 durch das Wirtschaftsministerium zugesagt. Auf Basis dieser verbesserten digitalen Infrastruktur können den Gästen neue Internet- und ortsbezogene digitale Services angeboten werden. Ein Portfolio an möglichen digitalen Services wurde im Rahmen des 4. Symposiums der Landesszooakademie am 05./06.10.2018 auf der Insel Vilm durch Prof. Matthias Wißotzki vorgestellt, darunter auch die Idee eines ortsabhänigen Spendenservice.

Grundlage für die Umsetzung und damit auch Startschuss für das ZooDon Projekt war die Vorstandssitzung des Landeszooverbands MV vom 01.03.2019, welche die Entwicklung eines mobilen Spenden Services aus dem vorgestellten Portfolio priorisierte und eine Umsetzung befürwortete. Am 08.11.2019 wurde dann der Prototyp eines mobilen Spenden Service im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landeszooverbands M-V im Müritzeum in Waren an der Müritz vorgestellt. Der derzeitige Lösungsansatz sieht vor, dass durch die an den Informationstafeln, Plakaten oder Schaukästen der einzelnen Gehege angebrachten oder integrierten QR Codes das „Vor-Ort-Spenden“ möglich wird. Diese QR-Codes kann der potentielle Spender mit seinem Smartphone scannen, um dann sofort mit einem mobilen Bezahlsystem zu bezahlen. Das Besondere bei dieser technischen Lösung: Es ist keine App-Installation notwendig.

Neben den Kontakten zu den Akteuren im Land entstand auf der Versammlung auch der Kontakt zur Projektkoordination der "Zootier des Jahres" Kampagne. Schnell waren sich beide Parteien einig, dass die vorgestellte Lösung genau zu dem Projekt passt. Die Aktion „Zootier des Jahres“ hilft  insbesondere bei der Bewahrung bedrohter Arten. Durch die Spenden sollen Schutzprojekte vor Ort finanziert werden, um das Überleben bedrohter Arten zu fördern. Viele zoologische Gärten unterstützen die Kampagne der „Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz“ (ZGAP) und ihrer Partner „Deutsche Tierparkgesellschaft e.V.“ (DTG), „Gemeinschaft der Zooförderer e.V.“ (GDZ) und „Verband der Zoologischen Gärten e.V." (VDZ) und sichern mit der Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit den Fortbestand der bedrohten Tiere. Die Kampagne kann von über 40Mio. Zoobesuchern jährlich wahrgenommen werden und hofft auf viel Unterstützung.

In diesem Jahr unterstützt die Kampagne einen Star mit erstaunlichen Fähigkeiten. Durch ihr Sprachtalent werden Beos besonders im asiatischen Raum gerne als Käfigvogel gehalten. In manchen Ländern verkauft man Beos zudem als Delikatesse, was die Bestände zusätzlich dezimiert. Somit stehen einige Arten heute kurz vor der Ausrottung durch den Menschen. Gemeinsam mit unseren Projekt-Partnern aus Java und Nias kämpfen wir für den Erhalt dieser faszinierenden Vögel.

Geben Sie den Beos eine Chance und unterstützen Sie jetzt die Kampagne.

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