Symposium zur digitalen Staatsmodernisierung

Eröffnungsvortrag von Minister Dr. H. Geue. Quelle: Hochschule Wismar/Prof. Wißotzki
Vortrag „Digitale Staatsmodernisierung und Künstliche Intelligenz – Impulse aus der Forschung“ zeigte Prof. Dr. Sandkuhl/ Uni Rostock. Quelle: Hochschule Wismar/Prof. Wißotzki

Was hat unser Masterstudiengang Public IT Advisory mit dem Symposium zur digitalen Staatsmodernisierung zu tun? 

Bevor ich diese Frage beantworte, hier ein paar Informationen zu der Veranstaltung. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft.

In seiner Eröffnung unterstrich Minister Dr. H. Geue, dass Digitalisierung nicht isoliert als Zusatzaufgabe verstanden werden könne. Vielmehr sei sie Ausdruck eines umfassenden Wandels, der organisatorische Strukturen, Arbeitskulturen und Formen der Zusammenarbeit gleichermaßen betreffe. Die Bedeutung dieses Ansatzes wurde auch durch die Beteiligung von Minister Dr. W. Blank, des Innenministeriums sowie durch die breite Zusammensetzung der Teilnehmenden deutlich.

Im weiteren Verlauf wurde mehrfach betont, dass es weniger an Strategien als an konsequenter Umsetzung mangele. Der Blick müsse stärker von Prozessen hin zu den konkreten Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gelenkt werden. Vor diesem Hintergrund wurden auch pragmatische Rahmenbedingungen thematisiert, die es ermöglichen sollen, Innovationsvorhaben schneller auf den Weg zu bringen und Kooperationen – insbesondere mit regionalen Unternehmen – zu erleichtern. Solche Überlegungen wurden als Diskussionsimpulse verstanden, nicht als beschlossene Maßnahmen.

Nach der Vorstellung zentraler Akteure der Staatsmodernisierung innerhalb der Landesverwaltung – darunter die Stabstelle Digitalisierung und die Stabstelle für Bürokratieabbau – wurden die Perspektiven der Teilnehmenden zum Bürokratieabbau interaktiv eingeholt.

Die Fachvorträge spannten einen breiten Bogen von Forschung bis Anwendung: Prof. Dr. Sandkuhl ordnete die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltungsmodernisierung wissenschaftlich ein. Hagen Wustlich zeigte praxisnah auf, wie Agentic AI und Intelligent Document Processing bestehende Arbeitsweisen in der Dokumentenverarbeitung verändern können. Mit einem nutzerorientierten Blick argumentierte Christian Langbehn, dass digitale Verwaltungsangebote stärker aus Sicht der Anwender gedacht werden sollten, bevor Torsten Hecht die Verantwortung von Führungskräften für digitale Transformation hervorhob.

Im persönlichen Austausch nach dem offiziellen Programm wurde schnell klar, dass der kontinuierliche Dialog zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft als entscheidend angesehen wird, um Wissen aufzubauen, zu halten und wirksam in die Praxis zu überführen. 

In diesem Zusammenhang wird unsere Vertiefung im Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Mit dem Schwerpunkt Public IT Advisorywerden unsere Studierenden zu gefragten Experten für die Transformation von Verwaltungsstrukturen und Prozesse im öffentlichen Sektor.


Zurück zu allen Meldungen