Bericht zur Eröffnung des InnovationPorts Wismar

Vor dem ersten Seegang … ein paar Worte an die Crew. Prof. Dr. Matthias Wißotzki, Initiator des InnovationPorts und Digitalisierungsbotschafter des Landes MV. (Bild: Ulrike Pawandenat)

Mit dem Segen und einem digitalen Grußwort der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Frau Manuela Schwesig, startete die Eröffnung. Den offiziellen Startschuss gab im Anschluss Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung.Danach folgten ein Grußwort des Rektors der Hochschule Wismar sowie Dankesworte an die Besatzung, die Mitwirkenden und die Community von Prof. Dr. Matthias Wißotzki, Projektinitiator des InnovationPorts und Digitalisierungsbotschafter des Landes MV.

Zur ersten Besatzung gehören vor allem Startups, die bereits mit dem InnovationPort zusammenarbeiten. Die Gäste durften sich auf drei Hafentelegramme freuen, vorgetragen von Startups unterschiedlicher Reifegrade, die ihre Geschäftsideen und Innovationen vorstellten. Sina Domscheit ist mit ihrem Institut für digitale Reife bereits am Markt. Das Team „Vendery“ um Melisa Seyhun möchte das Digitale Shoppingerlebnis auf ein neues Level heben. Ulrich Tuch und Hartmann Schleifer,beide bereits erfahrene Unternehmer, stellen ihre nächste digitale Innovation im Bereich Forstwirtschaft vor.

Natürlich gehörte zu einer Eröffnung auch ein gebürtiges Dankeschön, an all die Menschen, die nicht vor Ort sein konnten, aber für den Erfolg mit verantwortlich sind.  Dem Dank widmeten sich Doreen Heydenbluth-Peters, Standortmanagerin und Startup Coach im InnovationPort und Prof. Dr. Matthias Wißotzki gerne. Beide führten durch das Programm und sind überzeugt, dass dieser Standort dazu beiträgt, dass Gründerinnen und Gründer für die Entwicklungszeit ihrer Geschäftsideen ihren „Heimathafen“ finden.

Eine Eröffnung bedeutet natürlich auch, dass erste Startups die Lokation beziehen dürfen. Gemeinsam mit Minister Pegel wurde das Band durchschnitten, um den Einzug der Teams um Vanessa Kersting mit ihrem Startup „MV Liebe“ und Alexander Papazoglou mit dem Startup „Matchfield Tactics“, zu zelebrieren. Diese Teams haben sich im März vor einem Auswahlboard bewährt und ein Excellence-Stipendium für einen Arbeitsplatz für jeweils sechs Monate im Working Lab erhalten.

Vanessa Kersting „MV Liebe“ Einzug ab April 2021

  • Wir sind MVliebe - der Online-Hofladen für Wismar und Umgebung. Unser Motto lautet: Lebensmittel aus der Region für die Region. Wir setzen auf kurze transparente Wege, auf partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie Synergien und arbeiten an Zero FoodPrint sowie Zero Waste Konzepten. Unsere Vision ist es auf allen Ebenen nachhaltig zu sein und regionale Lebensmittel für alle einfach erreichbar zu machen.

Alexander Papazoglou „Matchfield Tactics“ Einzug ab April 2021

  • Das Start-Up Matchfield Tactics (kurz: „matics“) digitalisert den Jugend- und Amateursport. Mittels neuester Herzfrequenz-Technologie ermöglicht es „matics“ Sportmannschaften ihre Spieler optimal zu belasten und das Leis-tungsoptimum aus jedem Sportler individuell herauszuholen. Darüber hinaus ermöglicht das „Live“-Monitoring Verletzungen vorzubeugen. Vor allem nach der „Corona“-Pandemie kommt der gezielten Belastungssteuerung von ambitio-nierten Jugend- und Amateursportlern eine wichtige Rolle zu, um die Sport-ler vor Überbelastung und Verletzungen zu schützen. Die entwickelte Techno-logie steht der Herzfrequenz-Technologie von beispielsweise Polar in nichts nach und ist mit 50% weniger Kosten darüber hinaus für einen breiteren Markt finanzierbar.

Für was steht der InnovationPort!

„WIR SIND HAFEN FÜR DIGITALISIERUNG UND INNOVATION, LOTSE FÜR IDEEN UND STÜTZPUNKT ZUM NETZWERKEN.“ Dafür ist einerseits die fachliche Integration aus Forschung und unternehmerischer Praxis unumgänglich, aber auch das Schaffen von Räumen notwendig, an denen Gedanken und Ideen ausgetauscht und im Dialog entwickelt werden dürfen. Durch das Schaffen von attraktiven Innovationszentren soll so Abwanderungen von Startups entgegengewirkt werden. Der InnovationPort Wismar ist eines von sechs Zentren des Landes. Er ist eine Einrichtung der Hochschule Wismar und wird von der Forschungs-GmbH Wismar betrieben.

Standort ist seit Januar 2021 das ehemalige Werk­statt- und Sozialgebäude des Kruse-Speichers in der Stockholmer Straße 16 im Wismarer Hafen.

Die Angebote richten sich bereits seit Ende 2019 an digitale und innovative Gründungsinteressierte sowie Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft, die den Austausch und Transfer im digitalen Strategiewandel suchen.  Die Infrastruktur bietet zwölf Arbeitsplätze, eine Working Lounge, Konferenz- sowie Design thinking-Räume an. Der Eingangsbereich dient als Pitch Deck. Hier können Gäste einen Einblick in die digitalen Arbeitswelten erhalten und mit Startups Kontakt aufnehmen. Für größere Veranstaltungen ergeben Pitch Deck und Working Lounge einen großen Konferenzraum, der für bis zu 80 Personen Eventfläche bietet. So können ab 2021 die variablen nutzbaren Raumkonzepte als Coworking Bereiche genutzt werden, um aus dem klassischen Workflow auszubrechen und multidisziplinär zusammenzuarbeiten. Die Ziele der Innovationszentren in Mecklenburg-Vorpommern umfassen: Stärkung und Unterstützung der digitalen Transformation, Stärkung der Gründerszene bei besonderem Fokus auf die Stärkung des digitalen Innovationspotentials, Bildung zukünftiger digitaler Kompetenzen sowie neue Innovations-Impulse für die Forschung & Wirtschaft.

Rückblick und Zahlen

Hinsichtlich der Betreuung von Startups nahmen seit Januar 50 Menschen mit unterschiedlichsten Ideen und verschiedenen Reifegraden Kontakt mit dem InnovationPort auf. Sie nutzten Unterstützungsformate, wie z. B.  Coachingformate mit dem Fokus „Entwicklung eines funktionierenden digitalen und innovativen Geschäftsmodells“, Workshops mit Experten aus dem regionalen Ökosystem sowie Netzwerkformate, um das fachliche und persönliche Netzwerk zu vergrößern. Startups erhalten so umfassende methodische, fachliche und praktische Hilfestellung.

 

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